Schule als Kristallisationskern für kulturelle und produktive Differenz – Beobachtungen

Während unserer Zeit in Schuders dürfen wir die alte Schule benutzen:

Austausch, das Kreieren von Ideen, das Recherchieren im Internet, unsere Besenbeiz und das Mittagessen nach dem Sonntagsgottesdienst – all dies findet in diesem Raum statt, in dem ein Bild der letzten SchülerInnen, Wandtafel, Kreiden und Schwamm an die ursprüngliche Funktion des Gebäudes erinnern.

Die alte Schule ist also schon jetzt ein flexibler Raum der für verschiedenen Tätigkeiten und Veranstaltungen genutzt wird.

Was würde passieren, wenn man die Schule wiedereröffnen würde? Und was könnte noch hier stattfinden?

Permanenter Unterricht: Es gibt 1-2 Klassen mit SchülerInnen aus Pusserein/Schiers die in Schuders zur Schule gehen. Mittagessen gibt es in Schuders, an selbstverwalteten Mittagstischen – sei es bei einheimischen Familien, im Gasthaus Post oder in der Schule selber.

Tandem Lokale ExpertInnen – SchülerInnen: An einzelnen Tagen kommen SchülerInnen von Pusserein/Schiers nach Schuders. Unterrichtet werden sie von pensionierten Ansässigen, die so einerseits ihr Wissen weitergeben können und andererseits einer Tätigkeit nachgehen können.

Landschulwochen: Schulklassen aus der ganzen Schweiz, haben die Möglichkeit eine Woche das Schulhaus in Schuders zu benutzen.

Tandem Hochschulen – Landwirtschaftliche Schule: Durch gemeinsame Projektwochen, zum Beispiel, von der Zürcher Hochschule der Künste und dem Plantahof, mischen sich Disziplinen vor Ort. Somit werden auch Begriffe von Land und Stadt neu verhandelt in dem es nicht um ein entweder oder, sondern um gemeinsam an etwas arbeiten, geht.

Lokale Bevölkerung vermittelt Wissen und Fertigkeiten während Projektwochen/Workshops weiter: In Schuders gibt es viele sehr kompetente Menschen, welche ein unglaubliches Wissen besitzen (Schnitzen, Bienenzucht, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Käserei…) BewohnerInnen welche keiner geregelten Lohnarbeit mehr nachgehen, weil sie zum Beispiel pensioniert sind, sehnen sich oftmals – diese Tatsache beruht auf eigenen Gesprächen und Erfahrungen – nach Aufgaben und Tätigkeiten welchen sie nachgehen können.

Und zu mir:

Um als Älplerin und Theaterpädagogin immer wieder Neuem begegnen zu können, wechsle ich viel den Ort und frage mich grad ob alles an einem Ort möglich ist und was dies für ein Ort sein müsste?

Ich freue mich über Inputs und Ideen: jelena.moser@gmx.ch

IMG_1898

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s