Gedanken-Rollen / Bálint Liptay

#0 23.08.2017
Gedanken-Rollen
menschenkreierte Rollen für Menschen, Rollenverteilung der Dörfer, reflexive Rollen
Umziehen, Touristen, Nomaden, Liquid Spirit, Meditation, Theater, Schamanen, Spontaneität, Präsenz, Freiheit, Frieden
Psychiatrie, Psychologie, Soziale Kultur, Gesellschaft, Sanatorium

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#1 21.08.2017
Also, erstens, ich hoffe dass ich mich hier wirklich nützlich machen kann, weil ich diese Aufgabe und die Arbeitsweise wahnsinnig 🙂 genial finde. Ich bin grad auf 2050m auf dem Bärgli unter Wolldecken und schreibe mein Tagebuch mithilfe einer Sonnenstrom-Akkulampe. (Morgen probiere ich’s mit dem PetromaxRapid:)
Heute morgen bin ich um 8 raus ins Wald Richtung Salfsch gelaufen. Nach ein paar spontanen weglosen Runden in der Wildnis kam ich am Mittag bei Georg & Marlies an. Dieses Haus, in dem Georg aufgewachsen ist, hat die schönste weiteste, von Bauten unberührte Aussicht in Salfsch (‘hab ich dort immer das Gefühl…:). Nach 1 Kaffee hat mich Marlies zum Pilzesammeln mitgenommen, diesmal in 1 Bergurregenwald, wo sie schon gestern viele Pilze gesehen hat. Mit je 1 halben Kilo Eierschwämme haben wir uns verabschiedet und kurz vorm Mittelsäss, bei der letzten Fichte hab ich noch weitere 1,5 Kilo Eierschwämme geerntet. Voller Pilzfieber 😀

eierschwaemme

22.08.2017 #2
Die wichtigste Überlegung auf meinem Weg war: welche Richtung weiter?
Neben magisch-alten Bäume sieht man oft Wildtiere (und Jägersitze) Neben alleinstehenden gut durchlüfteten Fichte am Rande einer Klippe sind die meisten Eierschwämme und die schönste Aussicht. Aber wenn eine Reihe Fichten neben einem Bach steht, hat man dort auch gute Chancen. Alpenrosen sind die beliebtesten Nachbarn der Heidelbeeren. Adlerfedern findet man neben abgestürztem Kadaver. Und das alles in einem halben Tag! Und es gibt noch dutzende Pilzarten, Kräuterpflanzen, Wildtiere, Erze, Kristalle, usw. Und wir lernen Biochemie in der Schule. Kein Wunder, dass Wissenschaft & Technologie die Götter des Homo Ultimos sind.

Ich habe mir auch während der Wanderung (und nach dem Gespräch mit Hitch nachdem die Besenbeiz geschlossen war) festgestellt, dass ich Angst ausschliesslich vor Menschen habe. Urangst vor Krankheit (Bakterien & Viren!) oder Unfälle gibt es vielleicht, aber die kann man als Teil der Natur verstehen, und Tiere gibt es kaum, welche gezielt Menschen jagen. Aber die wirklich beängstigenden Höllegeschichten sind fast immer menschliche Tatsachen.

Es ist lustig zu betrachten, wie ich am Anfang noch was zu schreiben habe, und danach schreibe ich ambitioniert weiter, aber leer.


Morgens stehe ich um 6 auf und gehe zum Lünersee um ein bisschen Rätikonatmosphäre einzuatmen. Auf dem Weg soll ich dann überlegen, was mit Schuders passieren soll 🙂

Könnt ihr bitte euer Wunschprojekt & Kommentare/Fragen/Ergänzungen mir mitteilen? (789444650 oder unten kommentieren)

  • DIY (selbstorganisierte) Beiz & Kulturhaus & Laden
    • ‘das’ Gemeinschaftslokal, wo die Leute sich treffen (Schulhaus?)
    • flexibel, je nach Bedarf gestalten
      • Beizüberbrückung: Getränkeautomaten / Kollekte / Barbetrieb wechselnd
      • Kulturhaus: Bibliothek, Ausstellung, Werkstatt, Seminarraum, Theater, Dorfmarkt, Musik, Themenabende, Gäste
      • Laden: Warenautomat / Gemeinschaftskühlschrank / Verkäufer / in der Post
      • Jägerbeiz, Terrasse, Sauna, Sport-TV-Beamer, usw.
  • Künstler-Residency
    • evtl. ein leerstehende Gebäude für einem Verein leasen/kaufen?
    • evtl. bei Einheimischen einlogiert?
    • im Schulhaus ausprobieren?
    • mit Zukunftsakademie – Zürich – ZHdK verbinden
      • Blockwoche
    • Beitrag für das Dorf produzieren
    • evtl. Dauer selber bestimmen
    • evtl. sie/er muss das Dorfladen täglich zwischen 6:30-7:30 betreiben, dafür kann sie/er sich von dem Angebot bedienen. (Einheimische können mit Dorfkredit bezahlen=ohne Geld)
    • Rätikon 3Länder-Austausch
    • “Gratis Projekt” von “Waschmaschine Gruppe” (Füsun Ipek & Liptay Bálint)
    • mit meinem Künstlerschulbusprojekt verbinden
  • Dorffest mit ehemaligen Einwohnern
    • 1 o. 2 jährlich
    • alle auf Facebook suchen + persönlich erreichen
    • Dorfmarkt, Wildfleisch, Dorftheater, Kunstwerk-Jahressammlung-Vernissage, Tanzhaus, Volkstraditionen, Offene Werkstätten, Schiess-Wettkampf, Röteli-Kosten, Pilze/Heidelbeeren sammeln, Wandern-Klettern, Velotouren, Landarbeiten ausprobieren, Rätikon meetup & Austausch
  • Portrait-Büchlein mit lokalen Gesichtern & Geschichten
    • Fotoprojekt ausschreiben (evtl. Residency)
    • Interviews machen / Ausschreibung an Journalisten
    • Textkonzepte
      • Schriftzüge auf den Häusern
      • Lieblingssätze sammeln
      • Geschichte des Tages/Woche/Monats/Jahres + 1 aus der Vergangenheit sammeln
      • Stammbäume
  • Dorf-Immobiliengesellschaft
    • leerstehende Gebäude auflisten
    • gemeinsame Benutzungs- & Entwicklungs- & Investitionskonzepte entwickeln
    • evtl. eine Projektgesellschaft gründen und in Immobilien investieren (als Motivierungsmittel)
  • Internet
    • ~Cafétipizelt mit Parabola Antenne & Solarzellen & Parabolasolarkochherd auf dem Weg nach Schiers (bei der UNESCO Brücke?!) (Zeihnung: Doro)

20170825_180329.jpg

  • superschnelles ~ + Residency Projekt für Nerds
  • Swisscom überzeugen, dass sie kein Geld für ihre Antenne verlangen und sie sobald wie möglich installieren
  • DoItYourself-Parabola-Antenne-Systeme
  • Online Präsenz
    • Facebook-Seite
      • Anlässe publizieren
      • Auswanderer & Schierser(?) erreichen
      • Instagram verbinden
    • Blog?
      • das Dorf stellt sich vor (wie wir es gemacht haben)
      • Interviews machen
      • Fotoprojekt-Teaser hochladen
    • public-social-news-stand: digitaler Bildschirm in der Dorfmitte aufgestellt
    • Liseli-Holzstempel mit der Blogadresse
    • Airbnb / Couchsurfing / Warmshowers Dorfprofil machen
  • Tourismus
    • Velowege + Velopnöautomat
    • Hotel im Dorf (wie oben: Airbnb etc.)
    • Plexi-Iglu zum Gewitter & Wolke & Sonne & Sterne schauen
    • Jägersachen
    • Kletterersachen
    • “love-hotel” um junge Paare anzubinden (sich in Schuders verlieben lassen)
    • SelbstbedienungsSaunas bei den Bächen aufstellen
    • Sanatorium
  • Zukunftsanalyse
    • Robotisierung: Drohnen & selbstfahrende Autos (Artikel links?!)
    • Naturpark
    • Erdrutsche
    • Digital Nomads (Engadin-Modell)

*das sind nicht alles meine Ideen, aber ich brauche selber auch keine individuelle Autorschaft für Ideen.

Auch über meine Herangehensweise musste ich wegen der offenen Werkstatt am Abend nachdenken:

  1. Atmosphäre durchatmen
  2. Visionen entwickeln – nach Bauchgefühlanalyse
  3. Projekte initiieren – nachhaltige soziale Plastik ohne Autorschaft
  4. Machen, was gemacht werden muss (was niemand anders will)
  5. Geniessen (oder vergessen:/)

Beispiele:

  • Marlies meinte, es fehlt die Beiz
    • denn machemmär’s
  • Hitch meinte, er läuft am liebsten Barfuss
    • dann probiere ich’s
  • Holo meinte, Adlerfedern kann man nicht einfach sammeln, ein Adler muss seine Feder schenken
    • versuch ich mal, mich zutreffend zu verhalten


wanderung_sammlung_schweizertor_20170825_182817

  • Mariann kam nicht in unsere BesenBeiz, aber sie hat mir eine Arapapageifeder geschenkt 🙂

foto – 

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