AutoSoziologie// Idee einer hybriden Schule

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Durch den Vergleich und das Wegbleiben sieht man seine Umgebung bekanntlich wieder neu und anders. Wie verändert sich unser Blick auf Schuders, wenn wir uns anderen Dörfer hingeben– nicht indem wir uns dortigen Lebensrealitäten durch fundierte Analysen, Erfahrungen und Gesprächen widmen, sondern indem wir mit dem Auto verschiedene Dörfer anfahren:

Was fällt uns als erstes auf? Was sehen wir vom Dorfleben? Was bleibt uns neben den persönlichen Begegnungen mit dem Dorf verborgen, was sehen wir von der Infrastruktur?

Angetrieben von der Idee, die Schule in einer anderen Form wieder zu eröffnen, fragten wir uns bei jedem neuen Dorf, ob es hier wohl noch eine intakte Schule gibt und wenn nicht, wo die Kinder zur Schule gehen. Zudem halten wir Ausschau nach Strukturen von öffentlichem Leben: Laden, Post, Hotels, Restaurants, Pensionen etc.

Während der Durchfahrt fragen wir uns, was es ausmacht, hier zu leben, wo und was die Menschen wohl arbeiten, gibt es touristische Angebote und was sind Unterschiede zu Schuders.

Es geht nicht darum, die verschiedenen Dörfer miteinander in Konkurrenz zu stellen, sondern sich zu fragen, warum sich zum Beispiel in St.Antönien Tourismus entwickelte und er in Schuders weniger stark ausgeprägt ist.

BewohnerInnen haben Ihre Dörfer und deren Landschaft über Jahrhunderte geprägt und gepflegt, sicher sind Dörfer wie Pany auch für PendlerInnen interessant, da das Tal mit Bahnhof und Strasse in Sichtweite und die Schule im Dorf liegt.

Schlussfolgerungen aus der AutoSoziologie:

Es sind vielmehr Eindrücke und StimmungsBilder welche wir von den verschiedenen Dörfer mitgenommen haben, somit geht es nicht nur um das aufspüren von leer stehenden Schulhäusern, sondern auch um das Portrait eines Dorfes, in dem die Schule verankert ist.

Welche Infrastruktur ist vorhanden, wovon lebt die lokale Bevölkerung etc.

Weiterentwicklung Idee Schule – ein kurzer Abriss:

Institut für hybride Schulen im Rätikon:

Ziel des Instituts ist die Wiederbelebung leerstehender Schulhäuser durch temporär angesiedelte Projekte. Es können Projekte sein, welche lokale Gegebenheiten als Inhalt haben, oder aber unabhängig vom Ort funktionieren.Innerhalb der dort verbrachten Zeit muss der lokalen Bevölkerung mindestens einmal Einblick in Form einer offenen Werkstatt, Workshop, try out, Vortrag über den Inhalt des Projektes gegeben werden.  Eine andere mögliche Strategie wäre die Mitarbeit bei Menschen vor Ort während mindestens 1-2 Tagen innerhalb des dort verbrachten Zeitraums.Die AkteurInnen leben in dieser Zeit im Dorf und benutzen die Infrastruktur des Schulhauses.Das Institut arbeitet mit verschiedenen Partnerorganisationen zusammen: ( Zürcher Hochschule der Künste, HTW Chur, ETH, Universitäten, landwirtschaftlichen Schulen, etc.)Diese Zusammenarbeit soll die Finanzierung des Projektes sichern.Die Frage von Übernachtungen und Verpflegung variieren von Dorf zu Dorf und könnten dementsprechend Nebenverdienste für Einheimische bieten.

Das Institut betreibt eine Website, auf der alle leerstehenden Schulen verzeichnet sind. Klickt man auf eine Schule, bekommt man zuerst Informationen über die Räumlichkeit, des weiteren  gibt es Informationen über die Infrastruktur des Dorfes; zum Beispiel die Frage des Übernachtens: Gibt es einzelne Zimmer, welche Einheimische vermieten? Etc.

SchülerInnen, StudentInnen, Lehrlingen, Dozierende etc, können sich mit ihren Projekten über die Webside des Instituts bewerben.

Die Projektidee wächst, wenn auch noch etwas fragmentiert, die Motivation sie auszuarbeiten – Gemeinden und Dörfer anzufragen, das Gestalten einer Website und einen Versuch zu starten – ist da!

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